Lichtburg in Wetter, 21. Juni 2017

"sozial, ökologisch und ökonomisch gut" - Die Gemeinwohl-Ökonomie

Unsere Veranstaltung „sozial, ökologisch und ökonomisch gut" - Die Gemeinwohl-Ökonomie findet am Mittwoch, den 21.06.2017, um 18:00h in der Lichtburg in Wetter (http://www.lichtburg-wetter.de/anfahrt) statt. Der Einlass erfolgt bereits ab 17:30h. Der Eintritt ist frei.

Welchen Einfluss übt der Mensch durch seine Wirtschaftsweise auf das soziale Miteinander, auf Wasser, Luft, Boden, Tiere und damit letztlich wieder auf sich selbst aus? Sind wir damit zufrieden oder soll mehr Nachhaltigkeit in unserer Mitwelt einkehren? Wie können wir nachhaltiger wirtschaften? In der Verfassung des Landes NRW heißt es in Art. 24, Abs. 1: „Im Mittelpunkt des Wirtschaftslebens steht das Wohl des Menschen.“ Die Realität sieht eher so aus, dass die Maximierung des Gewinns - in Euro - im Mittelpunkt des Wirtschaftens steht. Wie kann es anders gehen? Wie kann die gesellschaftliche Wirkung unseres Handelns gemessen und verglichen werden? Vorgestellt wird der Lösungsansatz der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ). Die GWÖ orientiert sich am eigentlichen Zweck des Wirtschaftens, der Erfüllung unserer menschlichen Bedürfnisse. Dabei geht es den Menschen vor allem um gelingende Beziehungen: Sie sind die Voraussetzung, um glücklich zu sein. Sie sind Voraussetzung für das Gemeinwohl. Das Geld ist hingegen nur ein Mittel des Wirtschaftens: Die Wirtschaftsleistung, in Geld gemessen, sagt nichts darüber aus, ob das Gemeinwohl steigt oder sinkt. Um zu messen, ob der Zweck erfüllt wird, sind andere Messgrößen gefragt – Mehrwert für Wasser, Luft, Boden, Tiere und uns, dargestellt z.B. in einer Gemeinwohl-Bilanz.

Die zertifizierte GWÖ-Referentin Beate Petersen aus Wuppertal wird die in 2010 erstmals publizierte Idee der GWÖ in Wetter (Ruhr) auf Einladung des soziokulturellen Zentrums Lichtburg vorstellen. Sie hat federführend die testierte Gemeinwohlbilanz 2014/2015 der hiesigen Bürger-Energie-Genossenschaft erstellt und ist Gründungsmitglied der GWÖ-Regionalgruppe Ennepe, Ruhr & Wupper, einer von weltweit rund 50 regional aktiven Gruppen. Jüngst ist die GWÖ mit dem ZEIT-WISSEN-Preis 2017 „Mut zur Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet worden.

Im Anschluss an die Veranstaltung wird ab 20:00 der Film „Die letzte Sau“ gezeigt (Einlass ab 19:30). Der Eintritt beträgt 6 €. Zur anschließenden Gesprächsrunde ist die Produzentin des Films Miriam Klein zu Gast.

Zum Inhalt des Films „Die letzte Sau“ (Komödie Deutschland 2016):
Für den Schweinebauern Huber (Golo Euler) brechen dunkle Zeiten an: Sein kleiner Hof ist nämlich pleite, weil er gegen die großen Agrarfabriken nicht mehr konkurrenzfähig ist. Als dann auch noch ein Meteorit aus heiterem Himmel auf die Erde saust und Hubers Bauernhof komplett vernichtet, scheint alles endgültig vorbei zu sein. Lediglich eine letzte Sau bleibt ihm noch, mit der Huber die Ruine verlässt und ein neues Leben beginnt – als Heimatloser, Vagabund und Indianer, nebenbei auf der Suche nach seiner Birgit (Rosalie Thomass). Als Rebell streift er durchs Land und findet sogar Gefallen an seiner neuen Rolle. Unterwegs trifft er auf Menschen, die alle ein ähnliches Schicksal erteilte wie ihm, die als kleine, unabhängige Bauern von den Großen der Wirtschaft kaputt gemacht wurden. Für sie mausert sich Huber immer mehr zum Widerstandskämpfer und Symbol für die Freiheit. Denn in einer Welt, in der man sich mit ehrlicher Arbeit nicht mehr selbst versorgen kann, stimmt etwas nicht. So kann es nicht weiter gehen!